Wissen wenn's reicht: Nur 1 Klick!

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News vom Kreativbüro

Wissen wenn's reicht: Nur 1 Klick!

Kommunikation 2011 ist nicht Kommunikation 1996. Die Zeiten in denen man sich über eine Telefonkette zur Party verabredet hat sind vorrüber. Die Zeiten in denen man sich fünf Minuten schrille Töne aus dem analogen Einwahlmodem für eine ISDN-Verbindung anhören musste sind ebenfalls Geschichte. Heute konsumieren wir täglich Highspeed-Internet auf Flatrate-Basis. Zuhause versorgt uns Wireless LAN mit dem surrenden Informationsstrom aus dem Internet. Sind wir unterwegs dann bekommen wir mobile Bites auf unsere Smartphones. Anstatt eine SMS für 19 Cent zu schreiben, posten wir unseren Freunden Statusnachrichten auf Ihre Pinnwand. Facebook, Google Plus, Twitter und Co. haben die Art verändert wie wir mit unseren Freunden kommunizieren. Selbst mit halb vergessenen Bekanntschaften aus der zehnten Klasse stehen wir wieder in Kontakt. Beispielsweise, wenn wir das Foto von Ninas frisch gebackenem Erdbeerkuchen mit einem „gefällt mir“ beurteilen. 250 so genannter „Freunde“ haben wir nicht selten allein auf Facebook. Im wahren Leben stehen wir mit weniger als 5% von diesen in intensivem Mensch-zu-Mensch-Kontakt. Klar, dass Social Media da nicht nur gute Seiten mit sich bringt, sondern auch zu Konflikten führen kann. Ein schneller Post, eine kurze Statusnachricht kann zu Missverständnissen oder gar Streitigkeiten unter den besten Freunden führen. Ein Post kann ein Statement zu einem politischen Thema sein, ein emotionaler Ausdruck von Langeweile in wenige Worte gefasst oder zum Beispiel eine Meinungsäußerung. Nur das diese nicht im kleinen Kreis stattfindet, sondern im gewissen Sinne eine Veröffentlichung ist, die jeder lesen kann und die obendrein nie wieder gelöscht werden kann – das Internet vergisst niemals. Gut dass man da noch „das richtige Leben“ hat, um diese Unklarheiten aus dem Weg zu räumen. Gerade jüngere Facebook- und Twitteruser gehen leichtsinnig und ganz selbstverständlich mit digitalen Kontakten um. In vielen Schulen führt „Social“ zu Bedenken und gerade in den USA wurde sogar die Gesetzgebung aufgrund vieler Ausschreitungen und dem Missbrauch von Sozialen Netzwerken geändert. Mobbing nimmt neue Dimensionen an, schleust sich wie ein Virus unter die postende Gemeinschaft. Wo die Entwicklung noch hinführt ist unklar, doch fest steht, dass etwas getan werden muss – Aufklärung muss her um ein besseres Bewusstsein für Social Networking zu schaffen.

Jetzt wird's bunt: Michelle Labontes neuer Auftritt

Bisher sind Kampagnen, die die Thematik „Cybermobbing“ aufgreifen noch rar gesäht. Die Thematik ist noch neu, Werbebotschaften gehen auf die Opferrolle ein. Gezeigt wird, unter welchen psychischen Qualen Leidtragende des vernetzten „Sozialseins“ stehen und welche Folgen der falsche Umgang mit dem Werkzeug Social Media haben kann. Unsere Idee war es nicht die Opferseite des Cybermobbings zu beleuchten oder gar den erhobenen Zeigefinger über den so genannten Tätern auszubreiten. Es geht viel mehr darum aufzuzeigen, wie leicht man sich selbst in die Rolle des „Täters“ begibt und wie wenig es bedarf einen Menschen in den psychischen Abgrund zu treiben, gar ein Leben zu zerstören. Man könnte erst meinen, es geht um einen Kampf zwischen dem klassichen „Gut und Böse“ – doch weit gefehlt. Die Grenzen dieser zwei Gegensätze sind schwimmend und meine Antwort auf die Problemstellung ist so simpel wie die Idee meines Kampagnenansatzes: Es bedarf „nur einem Klick“.

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